Hervorgehoben

Eine neue Wochennotiz ist Online

http://blog.openstreetmap.de Hallo Leser, In diesem Thread wird der Hinweis auf die Wochennotiz veröffentlicht. Beste Grüße und auf eine Gute Zusammenarbeit

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Österreich, residential und unclassified nur noch sparsam

Seit 2013 bemühe ich mich OpenStreetMap, in den Europäischen Alpen ein bisschen besser zu machen. Im Jahr 2019 muss ich aufgrund nachhaltiger Frustration nun mal innehalten.

Ich stelle fest, residential und unclassified wurden auf Kanadische und US Verhältnisse optimiert. In unseren Alpendörfern rendert residential, gnadenlos mit viel zu dickem Pinsel durch das Dorfzentrum. Auch unclassified wird unseren traditionell in Hanglage einspurigen Dorfstraßen, welche im Gebirge kleine Gehöftsiedlungen -ohne öffentlichen Verkehr- verbinden, unmöglich gerecht. Man hat hier an eine Piste in Alberta https://www.openstreetmap.org/way/31077059 gedacht. Zum Vergleich, ebenfalls Zoomstufe 13 bei uns https://www.openstreetmap.org/#map=13/46.9317/12.4840

Meine Schlussfolgerung daraus ist highway service, sowie residential nur noch dort und äußerst sparsam eingesetzt, wo Straßen durch öffentliche Verkehrsmittel, äquivalent Bussen mit 50 Sitzen befahrbar sind.

Und siehe da, die Priorität im Routing ist hierdurch wieder korrekt, die Darstellung im Detail lichtet sich auf, plötzlich entsteht wieder Raum für weitere Details. Kunststück wenn man zum Vergleich eine Landschaft in den USA oder Kanada nimmt, dort sind Dimensionen eben vielfach größer. Wo bei uns ein Gebirgstal mit drei Dörfern reinpasst, führt in anderen Ländern gerade mal die Zufahrt zu einer einzigen Farm hindurch.

Ein Vergleich von weltweiten Landschaften in der OSM Zoom Stufe 13 zeigt, wenn man bei uns in manchen Alpentälern, in Klassifizierung von Straßen eine Stufe tiefer greift, OSM Carto dies dann durch wesentlich bessere Generalisierung belohnt.

OSM Weichenstellungen in Österreich

Es gab in der letzten Zeit im OpenStreetMap Projekt in Österreich, einige interessante Veränderungen:

Vergleicht man im März 2019 Gebäudeumrisse in OpenStreetMap, mit ihrem Pendant in der amtlichen basemap.at, so muss man erstaunt feststellen dass es speziell im Osten von Österreich in OpenStreetMap fast nur äußerst grobschlächtig gemappte Gebäudeumrisse gibt. Einen Grund kann man hierin erkennen, dass bei OSM-Inhalten welche noch aus dem Zeitrum 2009-2013 stammen, es damals gravierende technische Einschränkungen für Mapper gab. Schaut man auf neuer Arbeiten, so erkennt man dass solche Arbeiten meist von nur wenigen Usern stammen. Trotz heute vorliegender hochwertigen Luftbildern wird von diesen trotzdem nur grobschlächtig gearbeitet. Ich habe mir die Mühe gemacht, einige User auf diese Diskrepanz hinzuweisen, habe aber leider noch von keinem einzigen, hierfür eine plausible Antwort erhalten. Wohl auch aufgrund meiner Nachfrage hat erwin6330 und !Y! inzwischen deren destruktive Mitwirkung -wenigstens- pausiert. Beide User sind seit Monaten nicht mehr aktiv, was ich persönlich als sehr positiv empfinde, hiermit geht hoffentlich auch eine für OSM Österreich unrühmliche Epoche zu Ende.

Wie JM82 hier anmerkt, https://forum.osm.org/viewtopic.php?id=65313 ist das West Ost Gefälle nun leider zementiert. Wo findet sich Motivation und eine zum Nachbessern notwendige Freiwilligen Anzahl?.

Ein Blick in andere OSM- Entwicklungsländer zeigt, dass eine Grund Qualität an Gebäudeumrissen, dort durch großflächige OpenGov Gebäudeimporte erzielt wurde. Ich stelle daher nun solche auch bei uns in Österreich zur Diskussion. Hierfür stehen uns jetzt BEV Daten, unter geeigneter Lizenz CC BY 4.0 zur Verfügung. http://www.gisforge.com/files/Permission_to_Incorporate_basemap.at_Into_OpenStreetMap_.pdf

JOSM Plugin Austraaddresshelper Version 3/2019

Ich teste gerade die neue Version des JOSM Plugin, Austraaddresshelper.
Das ist gar nicht so einfach, denn sofern man versucht in Regionen in denen die Adresse bereits als Node gemappt vorliegt, die Adresse neu dem Gebäudepolygon zuzuweisen. (Aufgrund der bekannten Einschränkungen der alten Plugin Version, sind Adressen im Bundesland Salzburg weitgehend als Node gemappt) ,

poppt bei jeder einzelnen Adresse -trotz vorher gelöschtem Adressnode, eine seltsame Warnmeldung auf. Auch ist die App teilweise immer noch extrem langsam, bis zu fünf Sekunden verstreichen teilweise, bis endlich die Adresse einlangt.

JOSM verfügt inzwischen eine integrierte Prüf Funktion auf doppelt zugeteilte Adressen. Warum man die App aAddresshelper nicht von der auferlegten Beschränkungen „Adressprüfung auf Duplikate“ befreit, ist daher unverständlich.
Positiv ist nun jedenfalls, der vordem mühsame Weg, Adressen erst einem gesetzten Node zuzuordnen, und diesen anschließend auf die korrekte Position zu ziehen, das entfällt nun tatsächlich weitgehend.

Warum OpenStreetMap auf Grundstück Zutrittadressen verzichten kann.

Amtliche Kartensysteme unterscheiden zwischen Gebäudeadresse und Grundstück Zutrittadresse. OpenStreetMap verzichtet auf die Zutrittadresse, wir routen in OpenStreetMap mittels highway=service und service=driveway sowie highway=path in das Grundstück. Daraus erübrigt sich sich im Routing, der Umweg über die Zutrittadresse.

Fassen wir noch einmal zusammen.

Der uns vom BEV zur Verfügung gestellte Verortungspunkt von Adressen, liegt nicht auf dem Gebäude, sondern am Grundstück- Zutrittpunkt.
Ich nenne daher diesen mal AddressHelper Punkt.

Wenn wir also mittels AddressHelper die Adresse holen, wird dies sofern sich das Gebäude in der Nähe des AddressHelper Punktes befindet funktionieren, nicht jedoch dann wenn sich das Gebäude weit im Grundstück befindet.

Wie holen wir nun die Adresse trotzdem ab.
Dazu benötigen wir am AddressHelper Punkt, zunächst ein provisorisches Objekt, nun mittels Addresshelper Tastenkombination strg shift + A die Adresse holen. Wurde diese erfolgreich geliefert, dann verschieben wir den Adresspunkt mit der Maus in den Gebäudeumriss.

Entweder wir lassen den AddressNode nun im Gebäude stehen, oder wir lösen den AddressNode mittels JOSM Funktion Geometrie ersetzen im Gebäudepolygon auf.

Hat alles geklappt, so ist nun das Gebäude Polygon Träger der Gebäudeadresse.

Die unbeantwortete Frage, warum stellt uns das BEV Adressen zur Verfügung, die für OpenStreetMap Zwecke nur durch kreatives Biegen und probieren nutzbar gemacht werden können.

Diese Frage kann uns wohl nur das Bundesamt für Eich und Vermessungswesen beantworten. Wir müssen uns wohl mit dem zufriedengeben was uns das BEV zur Verfügung stellt. Wie ich beim Austraaddresshelper erfahren habe, wurde dieser genau zu jendem Zeitpunkt durch ein Software Update langsam und unbrauchbar gemacht, als ich diesen durch eine Gampad Technik eine Variante gefunden habe, die unsichtbare Zutritt Adresse beschleunigt zu lokalisieren, und in das Gebäude zu ziehen. Seither gibt es plötzlich für den Addresshelper auch keine Adress- Updates mehr, was die AddressHelper Initiative des BEV, endgültig als Alibi Unterstützung entlarvt.

Aktuell beglückt der User Luzandro, die OSM Community mit von ihm aufbereiteten Adressdateien von Osterreich. Damit diese brauchbar und übersichtlich sind, stellt Luzandro seine Adressdaten hierarchisch nach Ortschaft und Straße in
Ordnern zur Verfügung. Daraus entsteht ein Datensatz mit tausenden ineinander verschachtelten Verzeichnissen. Luzandro schüttet also einen Sack voller Nadeln in einen Haufen von Stroh, und verkündet stolz, hier sind alle Informationen, bedient Euch doch. https://forum.osm.org/viewtopic.php?pid=739728#p739728 Ich bin mir sicher, Luzandro folgt hier einer Vorgabe, und nicht etwa seiner persönlichen Meinung.

Wir kommen wohl nur weiter, indem wir uns direkt bei Gemeinden um Gebäuderegisterdaten (AGWRII) bemühen. Nur indem wir das BEV möglichst umgehen, besteht für OpenStreetMap überhaupt eine Chance auf hochqualitative und zeitnahe Adressdaten in Österreich.

Zeitnahe Daten, ermöglichen es Österreichs Firmen künftig in der ersten Reihe zu stehen. Am besten wäre es daher, ein Regierungs- Grundsatzbeschluss anzuregen, dass Änderungen bei Adressen und bei der Bausubstanz, künftig eine öffentliche Information sind. Eine öffentliche Live Informationen.

1-3

Ein bis drei Jahre, hat OpenStreetMap in Österreich, das Alleinstellungsmerkmal Live-Aktualität inne, anschließend muss sich OpenStreetMap mit anderen, privaten und halbamtlichen Kartensystemen messen.

Alle drei Jahre werden in Österreich neue Luftbilder erstellt. https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:WikiProject_Austria/geoimage.at
Während andere Kartensysteme, weitgehend auf eigene lokale Erhebungen verzichten, und auf das Einlangen von DKM- Umrisse und neue Luftbilder warten, glänzt OpenStreetMap mit der einzigartigen Fähigkeit lokale Erhebungen, Live in die Karte zu bringen.

Der Zeitraum ein bis drei Jahre hat also für OpenStreetMap eine besondere Bedeutung, es sind aber von OSM offiziellen in Österreich keine besondere Aktivitäten erkennbar, dies zu unterstreichen.

Gebäuderegister Daten sind der Gemeinden Erzeugnis

Österreichs Gemeinden, sind die Quelle vieler geografischer Daten. So auch der im sogenannten AGWRII erfasster Gebäudemerkmale. Gebäudedaten werden mittels einer sogenannten NTZ indiziert. Die Frage welche ich mir für das Jahr 2019 zu klären vorgenommen habe ist. Wem gehören Gebäuderegisterdaten, und gibt es eine Möglichkeit, solche von den Gemeinden zu erhalten, und so Gebäude -im speziellen die NTZ und so einzelne Gebäudeeinheiten- auch in OpenStreetMap besser abzubilden.

Feststellung im Jahr 2018. Adressen sind der Gemeinde Erzeugnis

In der vierten Februarwoche 2019 habe ich neue und geänderte Adressen der Marktgemeinde Zeillern, in OpenStreetMap eingetragen. Nach vor einem Jahr, haben selbsternannte OSM offizielle, für ebensolches von mir noch heftigst die Vorlage von jeweils einem expliziten OpenData Gemeinderatsbeschluss gefordert.

Zeillern ist inzwischen eine von vielen Gemeinden, deren Adressspende ich in OpenStreetMap eingetragen habe. Aktuelle veröffentlichte Adressen kommen den Gemeinden zugute, zeitnahe Aktualität ist für OpenStreetMap gut.

Von den Gemeinden habe ich hierfür freundliche Reaktionen erhalten. Nachdem ich persönlich mit den Problemen und der Arbeit von Gemeinden konfrontiert bin, also mir eine Affinität zur Gemeindearbeit zueigen ist, freut es mich diesen in ihrer wichtigen Arbeit helfen zu können.